Liebe und ihre Schattierungen

posted Aug 13, 2011, 12:53 AM by VAK Wien

Die Liebe ist ein Schatz, der sich vermehrt, indem er sich verteilt.

Die Liebe weist verschiedene Schattierungen auf, eine Folge unterschiedlicher Facetten desselben Juwels, die das Licht je nach auftreffendem Winkel in besonderen Tönungen reflektieren.

Sie äußert sich mit einer Mischung von Zärtlichkeit und Kameradschaftlichkeit, von Interesse für den Erfolg des Andern und Verständnis für dessen Schwierigkeiten, von Freude über dessen Errungenschaften wie von Mitgefühl über seine Ungeschicktheit, von Großzügigkeit, die sich verschenkt und von hilfreicher Mitarbeit.

Auch wenn nicht angenommen, ist die Liebe nicht betrübt, noch verfällt sie einer psychologischen Reaktion von Selbstmitleid. Sie ergeht sich nicht im Luxus der Empfindlichkeit und Distanzsuche vor dem, der sie nicht annimmt.

Liebe fährt im Gegenteil in ihrer Sendung zu bereichern fort, indem sie sich den gegebenen Umständen, Geschehnissen sowie den Erscheinungen, die sich aus den Beziehungen ergeben, anpasst.

Sie muss sich offenbaren oder sie kann sich schweigend verhalten, je nach dem Umständen, Ereignissen, Vorgängen, die sich aus den Beziehungen ergeben.

Wichtig ist, dass sie sich geduldigen, behütenden Wirkens befleißigt, ohne, wer es auch sei, zur ersticken oder zu verletzen.

Authentisch und glaubwürdig, schwächt sie nie. Indessen gibt es Zeiten, da sie nur ein wenig glimmt. Dann benötig sie mehr vom Brennstoff des Gebetes, der sie stärkt, um das Geschöpf an seinen Schöpfer zu binden, aus dessen Fülle unaussprechliche Ressourcen strömen.

Haben menschliche Beziehungen einmal die Anregung der Liebe erfahren, werden die berüchtigten Feinde der Gesellschaft – Krieg, Unheil, Hunger, Gewalt, Laster -, weil unter geistigen Wesen unnötig, ganz natürlich verschwinden, da Konflikte, nun besänftigt, nicht mehr nach diesen unglücklichen Überlebens- und Erregnungsmechanismen oder dem Drang nach Beherrschung des Nächsten rufen.

Liebe kann alles und besiegt alles. Unter Druck ermüdet sie nicht. Sie dehnt sich im Laufe der Zeit  aus wie der Hauch des Lebens, der sie aufrecht erhält und wie eine sanfte, wohltuende Brise.

Wo Liebe auftaucht, verschwinden die Gespenster des Hasses, der Eifersucht, der Zwietracht, der Verleumdung, der Perversität, des Verrates, des Stolzes und überlassen den Raum der Brüderlichkeit, dem grenzenlosen Vertrauen, der Einheit, der Anregung, der Güte, der Treue, der Einfachheit es Herzens.

Die Liebe ist ein Schatz, der sich umso mehr vervielfältigt, je mehr er sich verteilt. Sie verschwindet nie, weil ihre Stärke in ihrer Konstitution göttlicher Herkunft gründet.

Liebe hat es nicht nötig zu begünstigen, zu schwächen. Sie bedient sich nicht der Kriecherei, um Schwachen den Aufstieg auf höhere Stufen zu ermöglichen, noch lässt sie sich von Perversen und Schlauen ausbeuten.

Sie ist Nahrung des Geistes und strahlt einen universellen Magnetismus aus.

Wer wünscht, geliebt zu werden, ohne selbst zu lieben, verstanden zu werden, ohne selbst Verständnis aufzubringen, erreicht das Ziel der spirituellen Entwicklung nicht. Wer so handelt, verharrt in einer psychologischen Kindhaftigkeit, die empfangen will, ohne zu geben, Nutzen ziehen möchte, ohne welchen anzubieten.

Die liebe erfreut sich der Gegenseitigkeit, macht sie jedoch nicht zur Bedingung, weil ihr ausschließliches Ziel ist, den, der sie pflegt, glücklich zu machen und den, dem sie gilt, zu bereichern.

Aus diesem Grunde ist sie reich an Werten, vermehrt sich unaufhörlich und bietet Unterstützung, Erfüllung und Frieden jedem an, der sie schenkt und jedem, der sie empfängt, auch wenn dieser, weil gleichgültig oder unbeständig, ihrer nicht gewahr wird.

Da sie eine göttliche Essenz ist, kann man nie zu oft wiederholen: Liebe ist ein Ausfluss des Lebens, die Seele Gottes.

 

(aus den Buch: Diamantmine der Liebe, Divaldo Franco/Joanna De Ângelis-Geistwesen)

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